Einen Scottish Setter richtig beschäftigen

Der Scottish Setter muss angemessen beschäftigt werden. Wer der Meinung ist, dass sehr ausgiebige Spaziergänge bei wirklich jeder Witterung ausreichen, irrt gewaltig. Gern spaziert der Scottish Setter im Regen. Er mag Wasser sehr gern und ist auch ein guter und begeisterter Schwimmer. Aber nur Spazierengehen ist dieser Rasse zu wenig. Auch stundenlange Spaziergänge genügen dem Scottish Setter nicht.

Wird ein Scottish Setter nicht jagdlich geführt, muss er mit sehr viel Hundesport beschäftigt werden. Und auch beim Joggen, Radfahren und Reiten kann und sollte er immer mitgenommen werden. Hierbei sollte er allerdings stets an der langen Leine geführt werden. Denn sollten seine Jagdinstinkte mit ihm durchgehen, läuft er los. Der Jagdtrieb ist im Scottish Setter sehr fest verankert. Er kann nicht umtrainiert oder umerzogen werden.

Weiterhin empfiehlt sich ein ausgedehntes Agility- oder auch Dummy-Training für den Scottish Setter. Beim Dummy-Training können sich die jagdlichen Eigenschaften des Scottish Setters entfalten. Zudem bekommt der Hund immer wieder den Eindruck, er wäre tatsächlich auf der Jagd. Dabei lässt sich das Training vollkommen individuell, kostengünstig und einfach durchführen. Es imitiert für den Hund ein wenig das gängige Aufspüren von Federvieh.

Alles, was benötigt wird, ist eine große Wiese und jede Menge Dummys für den Hund. Die Dummys werden dann überall auf der Wiese verteilt. Danach bekommt der Hund die Aufgabe, alle Dummys zu suchen, aufzuspüren und zu apportieren. Dieses Dummy-Training bereitet dem Scottish Setter sehr viel Freude. Es lastet ihn auch sehr aus. Wird der Scottish Setter nicht jagdlich geführt, kann er mit dem Dummy-Training optimal nach seinen Anlagen trainiert und vor allem ausreichend beschäftigt werden. Das Dummy-Training ersetzt selbstverständlich keine Spaziergänge. Es dient vielmehr als wichtige Ergänzung für die Anlagen und die Psyche des Hundes, damit er nicht verkümmert, sondern seinem Charakter entsprechend gefordert wird. Der Aufwand für das Dummy-Training ist gering und der Erfolg ist optimal.