Rasseportrait zum Scottish Setter

Der Scottish Setter ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus Großbritannien. Er gilt als Vorstehhund und wird gern für die Jagd eingesetzt. Gezüchtet wurden die Hunde bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Hierbei wurden Collies, Spaniels und Pointer erfolgreich eingekreuzt.

Der Scottish Setter hat einen sehr ausgeprägten Jagdinstinkt, der kaum abgewöhnt werden kann. Aus diesem Grund benötigt der Scottish Setter eine sehr konsequente und liebevolle Erziehung. Der Scottish Setter ist sehr auslauffreudig, sodass eine Haltung in einem Haus mit einem Garten wichtig ist. Diese Rasse eignet sich nicht als Ersthund.

Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 66 Zentimeter. Hündinnen werden bis zu 62 Zentimeter hoch. Im Gewicht erreicht diese Rasse knapp dreißig Kilogramm. Das Fell des Scottish Setters ist schwarz und tiefglänzend. Einen Rostschimmer hat das Fellkleid nicht. Vielmehr hat es einen kastanienrot leuchtenden Brand. Das Haarkleid ist insgesamt glatt und zeigt keinerlei Locken oder Wellen. Am Bauch und an der Brust befinden sich Fransen. Die Ohren der Scottish Setter sind mittelgroß, tief angesetzt, dünn und am Kopf anliegend.

Der Scottish Setter ist sehr menschenbezogen und sollte in einer Familie integriert sein. Eine Haltung, in der der Hund an eine Person gebunden ist, ist auch möglich. Eine Zwingerhaltung kommt für diese Rasse unter gar keinen Umständen in Betracht. Der Scottish Setter ist überaus sensibel und kommt mit Strenge oder Härte überhaupt nicht zurecht. Wird der Hund nicht zur Jagd eingesetzt, sollte ein passender Ausgleich für den Hund gefunden und geschaffen werden. Hierzu gehört beispielsweise eine Hundesportart wie Agility.

In Schottland ist und war der Scottish Setter in der Jagdszene sehr verbreitet. So kam es, dass die Rasse 1924 vom britischen Kennel Club den Namen Gordon Setter erhielt. Dieser Name gründet sich auf den Züchter Alexander Gordon, 4. Duke of Gordon. Ein Scottish Setter, der nicht zur Jagd gehalten wird, kann mühelos als aufmerksamer und treuer Wachhund eingesetzt werden.